Influenza Mexicana (vulgo Schweinegrippe)

3 Dezember 2009 von Dr. WERNER Wolfgang Kommentieren »

Stand 02.12.2009

Es handelt sich dabei um eine Influenzainfektion, die durch Influenzaviren des
Typs H1N1 ausgelöst wird.

Influenza ist nicht Grippe!

Grippe wird durch Rhinoviren ausgelöst, die den oberen Respirationstrakt befallen und hauptsächlich Schnupfen und Husten mit moderatem Fieber verursachen. Dauer : wenige Tage.
Symptome der Influenza: schlagartiger Beginn, sofort hohes Fieber, körperlicher Verfall, kein Schnupfen, Dauer bis zu mehreren Wochen!

Influenza wird durch Influenzaviren ausgelöst, die den unteren Respirationstrakt befallen und das Immunsystem derartig stark herausfordern, dass die davon befallenen Personen schwer erkranken und teilweise sogar hospitalisiert werden müssen.
Außerdem können diese Viren die Bronchialschleimhaut so stark schädigen, dass sich an den Schadstellen gefährliche Bakterien anlagern und lebensbedrohliche Lungenentzündungen verursachen können.

H1N1 Viren entstanden durch Austausch genetischen Materials von Schweine-, Vogel-, Menschen-Viren aus Amerika und Europa.
Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch (Anthroponose) – daher birgt die Erkrankung Pandemiepotenz in sich.
Todesfälle sind gehäuft bei 25 –45 Jährigen
Ältere Personen dürften eine gewisse Immunität haben, weil in den Fünfzigerjahren ein ähnliches Virus grassierte und Immunität hinterlassen hat.
Inkubationszeit: 3-4 Tage bis max 7Tage.
Die Erkrankung zeigt eine mehrgipfelige Ausbreitung von Herbst bis ins Frühjahr.
Dadurch, dass es sich um ein neues Virus handelt, besteht in der Bevölkerung keine Immunität und die Ausbreitung kann daher rasch vor sich gehen.
Das hat aber auch einen Vorteil: das Virus steht weniger unter Druck, seinen genetischen Code zu ändern, um der Immunabwehr zu entkommen. Dadurch entspricht der Impfstoff bei der Impfung noch dem Virus, gegen das er entwickelt wurde.

Schutzmaßnahmen:

Hände waschen, in die bekleidete Ellenbeuge husten, große Menschenansammlungen meiden.

Therapie:

  1. Impfung von Risikopatienten (chronisch Kranke und Personen, die in häufigem Kontakt zu anderen Menschen stehen wie zB. Lehrer,) Nach dem letzten Stand erscheint eine Zweitimpfung gegen Infuenza Mexicana nicht notwendig.
  2. Behandlung mit Tamiflu und Relenza
Werbung

Einen Kommentar hinterlassen