FSME

16 Dezember 2009 von Webmaster Kommentieren »

Die Frühsommermeningoencephalitis ist eine Gehirnhautentzündung und wird durch Zecken, in unserem Gebiet durch lxodes ricinus, übertragen.

lxodes ricinus (Holzbock) besitzt stechend-saugende Mundgliedmaßen, sodaß die Durchdringung der Haut des Wirtes als Stich und nicht als Biss bezeichnet wird.
Der Holzbock verdankt den wissenschaftlichen Artnamen »ricinus« seiner im vollgesaugten Zustand auffälligen Ähnlichkeit mit dem Rizinus-Samen.

Die meisten der bisher  lokalisierten Infektionsorte liegen an Übergangszonen zwischen verschiedenen Vegetationsformen. Infizierte Zecken treten bevorzugt an Waldrändern mit angrenzenden Wiesen, Waldlichtungen, Bach- oder Flussauen,  Übergängen von Laub- zu Nadelwald und Hoch- zu Niederwald auf.  Sehr häufig finden sich Infektionsorte an wärmeren Südhanglagen mit niedrigem Strauchwerk und Hecken.

Verbreitung:
Ganz Österreich, allerdings mit einem Anstieg von West nach Ost.
FSME-Viren kommen nur bis zu Höhenlagen vor, in denen die mittlere Jahrestemperatur über acht Grad liegt; d. h. im Bergland über 1.000 bis 1.400 m gibt es keine FSME. Die Wahrscheinlichkeit, nach dem Biss einer infizierten Zecke zu erkranken, ist hoch, allerdings ist selbst in Gebieten mit hoher Durchseuchung selten mehr als eine von 200 Zecken infiziert.

Krankheitssymptome:

  1. Nach einer Inkubationszeit von ca. 7 – 14 Tagen kommt es zur uncharakteristischen Symptomatik eines fieberhaften Infektes, oft auch mit hohem Fieber einhergehend. Diese klingt nach 1 – 8 Tagen meist wieder ab.
  2. Bei etwa 1/3 der Infizierten tritt nach einem fieberfreien Intervall von ca. 1 – 20 Tagen eine weit schwerere, zweite Erkrankungsphase auf. Deutlich höheres Fieber (bis über 40 Grad Celsius), Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Blutbildveränderungen charakterisieren den Beginn der Erkrankung. Je nach Beteiligung der einzelnen Hirn- und Nervenanteile können dann prinzipiell drei Erkrankungsformen unterschieden werden:
  • Hirnhautentzündung
  • Beteiligung der Hirnhäute und des Gehirns
  • neben Hirnhäuten und Gehirn auch Beteiligung des Rückenmarks.
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